SCHWARZ AUF WEISS   Nr. 4

SCHWARZ AUF WEISS   Nr. 4

Aktuelles

Interview mit Landratskandidat Sebastian Straubel

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Am 27. Januar 2019 wird im Coburger Land ein neuer Landrat gewählt, da der bisherige Amtsinhaber, Michael Busch, seit November Mitglied des Landtags ist. Für die CSU tritt der Lautertaler Bürgermeister und Bezirksrat Sebastian Straubel an. In einem kurzen Interview wollen wir ihm auf den Zahn fühlen.

SAW: Welche Schwerpunktthemen haben Sie, bzw. für welche Werte stehen Sie als Landratskandidat?

Unser Landkreis Coburg, die Städte und Kommunen stehen gut da. Wir haben jedoch eine Reihe von Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Als Stichworte nenne ich die Bereiche Gesundheitsvorsorge (Zukunft des Klinikums & ärztliche Versorgung auf dem Land), Schulen und Bildung, das wichtige Feld „Wirtschaft, Handwerk und Landwirtschaft“ sowie den Bereich des öffentlichen Nahverkehrs und der Straßeninfrastruktur.

Wir brauchen als neuen Landrat einen Kümmerer mit Power, einen der zuhört UND anpackt. Einen Landrat, der den Menschen eine Stimme gibt. Einen mit Herz und Verstand. Das ist mein Anspruch und auch mein Angebot.

 

SAW: Was verbinden Sie mit Bad Rodach?

Da denke ich an den grandiosen Slogan des Stadtmarketings: „Bad Rodach begeistert!“. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Was die Menschen in Bad Rodach auf die Beine stellen, ist großartig. Auch das Thermalbad sucht seinesgleichen. Darüber hinaus beeindruckt mich vor allem auch die wirtschaftliche Kraft der Stadt. Das muss unser besonderer Fokus im Coburger Land sein: ein starker Landkreis profitiert von der Stärke seiner Städte und Gemeinden. Und genau das gilt es in Zukunft durch den Landkreis noch stärker zu fördern.

 

SAW: Was sagen Sie zu der Behauptung des Ex-Landrates, der SPD-Kandidat hätte mehr kommunalpolitische Erfahrung als Sie?

Vorneweg: Ich halte nichts davon, andere Kandidaten schlecht zu machen. Das ist nicht mein Stil und ich werde es auch nicht machen. Die Menschen im Coburger Land können sich von meiner Seite auf einen fairen Wahlkampf einstellen – das haben sie auch verdient.

Ich bin Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Politisch seit fast 20 Jahren aktiv und seit 4 ½ Jahren auch hauptberuflich – als Erster Bürgermeister der Gemeinde Lautertal. Ich weiß aus hauptverantwortlicher Position um die Sorgen und Nöte der Menschen, ich habe Erfahrung beim Organisieren von Verwaltungen und die Belange der Kommunen gehören zu meinen täglichen Aufgaben.

SAW: Inwieweit glauben Sie, dass Ihr gutes Wahlergebnis für die Bezirkstagswahl und das damit verbundene Vertrauen der Wähler, sich auch bei der Landratswahl auswirken wird?

Es macht mich stolz, dass ich mich für den Landkreis Coburg im Bezirksrat einsetzen darf. Es ist für mich auch ein großartiges Zeichen, dass die Menschen einem „jungen“ Politiker ihr Vertrauen geschenkt haben. Mit 35 Jahren bin ich gerade zwischen Älterwerden und Jungbleiben. Sich auf Lorbeeren auszuruhen gehört aber nicht zu meiner DNA. Ich werde bis zur Landratswahl am 27. Januar 2019 erneut um die Stimmen werben, meine Ideen vorstellen und einen engagierten Wahlkampf führen.

SAW: Inwieweit ist es von Vorteil, wenn der neue Landrat auch Mitglied im Bezirkstag wäre?

Viele Landkreise sind mit Landräten im Bezirkstag vertreten – und das nicht ohne Grund. Soziales, Gesundheit, Kultur, Landwirtschaft, Fischerei, Bildung und Jugend – das sind die zentralen politischen Themen des Bezirkes Oberfranken. Also regionale Themen, die uns alle hautnah und direkt betreffen. Im Bezirksrat bin ich die Stimme des Coburger Landes.